Herr Mut versteht die Welt (nicht) 5. Teil

Lola reichte Kassandra ein Glas mit Wasser, das sie mit zitternden Händen nahm und dabei „Danke“ murmelte. Sie tat mir wirklich leid, auch wenn ich ihren Schmerz nicht nachfühlen konnte, da ich noch nie ein Kind hatte, geschweige denn Ururenkel. Aber ich kann mir dennoch vorstellen, wie es ist, einen geliebten Menschen zu verlieren.
„Wie ist das denn passiert?“, fragte sie nach einem Moment des Schweigens, währenddessen wir auf anderen Möbeln im Wohnzimmer saßen. Lola und ich nebeneinander auf dem Sofa, Kongar in einem der Sessel.
„Jemand hat sie ermordet“, antwortete Letzterer wenig einfühlsam.
Kassandra hob langsam den Kopf. „Ermordet? Von wem?“
„Wir haben gehofft, dass Sie uns vielleicht helfen können, das herauszufinden.“ Diesmal übernahm ich das Reden. Ich traute mir im Gegensatz zu Kongar ein gewisses Einfühlungsvermögen zu.
„Demnach waren Sie es nicht?“
„Nein, das kann ich Ihnen versichern, niemand aus unserer Reihe war das.“ Bei Kongar war ich zwar nicht restlos überzeugt, doch ich glaubte ihm dennoch.
„Und wer sind Sie überhaupt?“ Kassandra sah mich nun misstrauisch an.
„Mein Name ist Herr Mut und …“
„Der Herr Mut?“, unterbrach sie mich. „Der die Rheinpiraten überlistet hat?“
„Das scheint sich herumgesprochen zu haben. Ja, der bin ich. Und ich vermute, dass sie mit den Rheinhexen zu tun haben?“
„Ich bin eine Elfe“, antwortete sie. Sie musterte jetzt die beiden anderen.
„Lola ist eine Verführungshexe, sie war auch an der Angelegenheit mit den Rheinpiraten beteiligt“, stellte ich sie vor. Kassandra nickte. „Und Kongar schließlich gehört zu den Erzählgeistern. Ich kenne ihn schon sehr lange.“
„Nun“, sagte Kassandra nach einem weiteren, diesmal längeren Moment des Schweigens. „Wieso sitzen wir hier? Vor allem interessiert mich, wieso Sie hier sitzen.“
Ich erzählte kurz das Notwendigste und ließ alles aus, was meiner Ansicht nach eher für Verwirrung denn für Klarheit gesorgt hätte. Ob Kassandra diese Ansicht geteilt hätte, war mir nicht bekannt, doch darauf wollte ich es lieber gar nicht erst ankommen lassen. Sie hatte gerade vom Tod ihrer Urenkelin erfahren, eine solche Nachricht vermag, sehr verständlicherweise, das Urteilsvermögen zu trüben.
„Haben Sie eine Idee, wer und warum Lisa getötet haben könnte?“, erkundigte ich mich schließlich.
„Ja, die habe ich“, antwortete sie langsam. „Lisa wusste nichts von ihren besonderen Fähigkeiten, nichts von ihrer Herkunft.“
„Das kann ich mir nur schwer vorstellen“, bemerkte Lola. „Ihr muss doch aufgefallen sein, dass Sie viel zu jung aussehen!“
„Das stimmt. Uns war es wichtig, sie vor den … besonderen Gefahren, die sich aus unserer Herkunft ergaben, zu beschützen. Wir sind uns nur selten persönlich begegnet, und bei solchen Anlässen war ich geschminkt.“
„Geschminkt?“, wiederholte Kongar.
„Auf alt getrimmt“, erklärte Lola. „Wenn ich Sie richtig verstanden habe, hat es aber nichts genützt. Vielleicht sogar im Gegenteil.“
Unglaublich! Von Kongar hätte mich so viel Mangel an Einfühlungsvermögen ja nicht gewundert, aber von Lola? Das klang fast so, als wäre sie wütend. Aber weswegen? Doch dann wurde es mir klar. Sie war wütend, weil Lisa getäuscht und bevormundet wurde, ohne selbst entscheiden zu können. Dadurch war sie möglicherweise unvorbereitet in eine Falle getappt, die tödlich für sie endete.
„Das wäre nicht passiert, wenn sie nicht ihm begegnet wäre“, erwiderte Kassandra und deutete wütend auf Kongar.
„Jetzt bin ich auch noch schuld?!“
„Nein, bist du nicht“, sagte ich. „Kassandra, das wissen Sie auch. Das Risiko, dass Lisa irgendwie herausfindet, dass bei ihr einiges anders als bei anderen Menschen ist, war von Anfang an hoch. Eigentlich ist es eher ein Wunder, dass es so lange gutgegangen ist. Wie alt war sie?“
„37.“
„37 Jahre als übernatürliches Wesen gelebt, ohne davon zu wissen …“
„Wir haben auf sie aufgepasst!“
Ich seufzte und sagte lieber nichts dazu. Doch Lola konnte das nicht, sich beherrschen.
„Das klingt für mich eher wie ein Goldener Käfig“, sagte sie, scheinbar ruhig. Doch ich kannte sie besser. „Es war nicht richtig und nun hat es sie das Leben gekostet.“
Kassandra schluchzte auf. Meinen erstaunten Blick quittierte Lola mit blitzenden Augen. Sie war eindeutig wütend.
„Leider können wir an den Ereignissen nun nichts mehr ändern“, fuhr sie fort. „Aber es ist Ihre Pflicht, uns bei der Aufklärung des Mordes zu helfen!“
„Wir können nicht die Polizei rufen“, erwiderte Kassandra schniefend.
„Davon hat ja auch niemand gesprochen“, übernahm ich das Gespräch wieder. „Zumindest jetzt noch nicht. War … ist Lisa bei irgendeinem Einwohnermeldeamt gemeldet? Oder sonst irgendwie offiziell gemeldet?“
Kassandra nickte. „Das war notwendig, da ihr sonst etwas aufgefallen wäre. Auch Anna, meine Tochter, besorgte sich eine Identität, nachdem Lisa zur Welt kam.“
„Sie nicht?“
„Nein. Ich bin jetzt 124 Jahre alt, das wäre schwierig geworden.“
„Im Kaiserreich gab es doch auch schon Geburtenverzeichnisse“, meinte Kongar.
„Ich glaube, sie sah es eher als schwierig an, einem Menschen zu erklären, wieso eine 90-Jährige wie 40 aussieht“, klärte ich Kongar auf. Ich fand es etwas seltsam, dass er das nicht von selbst erkannte, denn auch wenn er einige Fehler hatte, gehörte Begriffsstutzigkeit für gewöhnlich nicht dazu. Es konnte nur an den Ereignissen liegen, die ihn wohl mehr mitnahmen, als ich erst dachte.
„Das ist verständlich“, sagte Kongar und nickte. „Ich bin wohl nicht ganz hier.“
„Durchaus nachvollziehbar“, bemerkte Lola. „Nun, wie gehen wir vor? Sie haben vorhin angedeutet, Sie hätten eine Idee, wer der Täter ist?“
„Ich denke eher an eine Täterin“, antwortete Kassandra langsam.
„Demnach sogar an eine ganz bestimmte?“, erkundigte ich mich.
„Ja, so ist es. Aber um das zu erklären, muss ich etwas weiter ausholen. Sie alle wissen bestimmt, dass es neben den Menschen noch weitere Wesen gibt, zum Beispiel Hexen. In den Wäldern lebten außerdem sehr viele Elfen. Und es gibt Dämonen. Dämonen sind selten böse, wie in der Menschenwelt erzählt wird.“
„So selten wie Menschen“, bemerkte ich.
„Nun, vermutlich haben Sie recht, Herr Mut. Ich mag das nicht beurteilen. Was ich aber weiß, ist, dass es vor einigen Jahrhunderten in den nahen Wäldern die Dämonen vom Geschlecht Limerg und die Elfen vom Geschlecht Kamlile friedlich nebeneinander lebten und man sogar von Freundschaft sprechen konnte. Als ich geboren wurde, gab es diese Freundschaft allerdings schon lange nur in den Erzählungen. Sie währte lange und endete abrupt. Das geschah so: Die Dämonin Kuna und der Elf Imni verliebten sich ineinander. So was kam damals durchaus vor und war an sich nichts Ungewöhnliches. Leider wurde ihnen das Glück nicht gegönnt und es war sogar mein Volk, das für die Zerwürfnis verantwortlich war. Sumna, eine Elfe, die zuvor mit Imni verlobt war. Imni löste diese Verlobung aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, und verliebte sich später in Kuna. Nach meinem Wissen war Kuna aber nicht der Grund für die Trennung.“
„Sumna war eifersüchtig?“, fragte Lola.
Kassandra nickte. „Ja, leider. So sehr, dass sie eines Tages Kuna unter einem Vorwand an das Rheinufer lockte und ins Wasser stieß. Kuna konnte nicht schwimmen und ertrank.“
„Ein Dämon, der ertrank?“, hakte ich nach.
„Das war durchaus möglich, Herr Mut. Nicht alle nichtmenschlichen Wesen sind unsterblich wie Sie.“
Das stimmte in der Tat. Dämonen können ein sehr langes Leben haben, doch je nachdem, welcher Art sie sind, können sie leicht sterben. Es gibt natürlich auch Dämonen, denen könnte das Wasser nichts anhaben, doch offenbar handelte es sich bei den Limergs um sehr einfache Dämonen.
„Die Dämonen waren sehr aufgebracht“, fuhr Kassandra mit ihrer Erzählung fort. „Sie forderten die Auslieferung Sumnas, doch die Elfen lehnten das ab. Eigentlich waren die meisten Dämonen dafür, die Angelegenheit anders zu regeln. Sie wollten zwar die Bestrafung Sumnas, wozu die Elfen sogar bereit waren, denn sie fanden es schrecklich, was sie getan hatte. Doch einige wenige Dämonen, angetrieben von Pruna, Kunas Schwester, hetzten und erreichten so, dass irgendwann keine Vernunft mehr möglich war. Seitdem sind die beiden Familien verfeindet und es gibt immer wieder Morde im Namen der Blutrache.“
Wir schwiegen.
„Ich nehme an, Sie gehören der Familie der Kamlile an“, sagte ich schließlich.
„Imni war mein Vater.“
„Ups“, sagte Lola. „Das heißt, Lisa stammte in direkter Linie von einem der beteiligten Elfen ab. Demnach verdächtigen Sie einen Dämon?“
„Ja“, nickte Kassandra. „Ich glaube, dass Pruna für den Mord verantwortlich ist.“
„Pruna lebt noch?“, fragte ich überrascht.
„In der Tat, sie lebt noch, im Gegensatz zu meinem Vater. Sie lebt sogar hier in der Nähe, nämlich in Königswinter, wo sie als Fitness-Coach arbeitet.“
„Okay“, erwiderte Lola. „Das ist in der Tat interessant. Oder was meinst du, Herr Mut?“
„Ja, das ist es. Wir sollten ihr einen Besuch abstatten.“
„Würden Sie das übernehmen?“, erkundigte sich Kassandra. „Aus Gründen, die nicht erklärt werden müssen, möchte ich nicht dabei sein.“
„Selbstverständlich“, bestätigte ich. „Wir werden uns mit ihr unterhalten und versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob sie tatsächlich mit der Angelegenheit zu tun hat. Gewiss ist das ja keineswegs, wenngleich ich zugeben muss, es ist naheliegend, in der Tat.“ Ich seufzte. „Sollten Sie mit Ihrer Vermutung richtigliegen, Kassandra, weiß ich noch nicht, wie wir damit umgehen sollen. Wir sind weder Richter noch Polizisten, zumal diese weltliche Institutionen dann sowieso nicht zuständig wären.“
„Sie wird endlich sterben müssen“, sagte Kassandra kalt. „Während Sie in Königswinter sind, sorge ich dafür, dass hier aufgeräumt wird. Und wir werden uns besprechen.“
Ich seufzte erneut, diesmal aber nur innerlich. Das hörte sich wenig erfreulich an, aber ich wusste, dass meine Möglichkeiten des Eingreifens nur sehr beschränkt waren. Tatsache war jedenfalls, wenn Pruna wirklich für den Tod von Lisa verantwortlich war, dann würde es auch mir schwerfallen, Gründe zu finden, sie ungeschoren davonkommen zu lassen. Die menschlichen Gerichtsbarkeiten wären dafür jedoch nicht zuständig, aus unterschiedlichen Gründen.
Aus Erfahrungen meines langen Lebens wusste ich leider, dass derartige Situationen für niemanden gut endeten. Es war leider unwahrscheinlich, dass sich das ausgerechnet in diesem Fall anders verhielte.
Wir brachen also auf und fuhren mit dem Zug nach Königswinter. Wir hätten auch eine andere, schnellere Art der Fortbewegung wählen können, doch wir entschieden uns für den Zug, weil wir die Gelegenheit nutzen wollten zu einer Besprechung.

Meine Eindrücke und Gedanken als freiwilliger Helfer im Hochwassergebiet

Meine Eindrücke und Gedanken als freiwilliger Helfer im Hochwassergebiet

Dies ist ein genderfreier Beitrag. Schon allein aus dem Grund, weil mein erster Eindruck beim Helfereinsatz im Hochwassergebiet mir zeigte, dass nicht die Differenzierung den gegenseitigen Respekt hervorbrachte, um Hand-in-Hand zu arbeiten (z.B. lange Eimerketten), sondern der Entschluss „ins Handeln zu kommen“, sich seiner Stärken und Fähigkeiten bewusst zu werden und diese einzubringen.

Für diesen Entschluss ist es nie zu spät, denn Handlungsbedarf gibt es immer und gerade in den betroffenen Hochwassergebieten noch viele weitere Monate.

Bei meinem Einsatz waren Helfer von Stuttgart bis Bremerhaven anwesend und wir haben innerhalb weniger Stunden Tonnen von unbrauchbar gewordenem Gut eines im Wohnhaus integrierten Handwerksbetriebs vom Keller bis zur Wohnung im ersten Stock nach außen befördert und vom Schlamm befreit. Ich weiß nicht, wer im Hintergrund dafür sorgte, dass zum „optimalen Zeitpunkt“ die Feuerwehr kam, um große Mengen Schlamm abzupumpen, den wir von kleinen und großen Gegenständen freigelegt hatten und wir quasi ohne Zeitverlust uns der nächsten Etage widmen konnten. Auch kamen „just in time“ Bagger und LKW, um den nach außen beförderten Schutt zu verladen und wegzutransportieren.

Zwischendurch kamen Menschen mit Körben voller Brötchen oder Flaschen mit Wasser, um uns zu versorgen und Atempausen zu verschaffen.

Richtig gut fand ich auch, dass einige Ärzte und medizinische Helfer freiwillig und ohne Vergütung bei allen Helfern nach Verletzungen fragten und auf Tetanus-Impfungen ansprachen. Im Bedarfsfall wurde eine Tetanus-Diphterie-Impfung angeboten und das leere Impffläschchen ganz pragmatisch dem Geimpften mitgegeben, damit es im Impfpass eingetragen werden kann. Wer nach einer Corona-Impfung fragte, erhielt auf Wunsch auch diese.

Mein Eindruck am Ende des Tages:


Professionelle Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen arbeiteten mit den freiwilligen Helfern Hand in Hand. Ein Gefühl des „Es-geht-doch!“ kam in mir auf und ich fühlte mich nicht den „Naturgewalten“ ohnmächtig ausgeliefert – was nicht heißen soll, dass ich leichtfertig mit den Gegebenheiten und Umständen umgehe.

Ich sehe es sehr wohl als meinen Teil der Verantwortung an, mir vorab Gedanken zu machen, wie ich helfen kann, ohne (die Zufahrtswege) zu behindern oder mich selbst in Gefahr zu begeben und dadurch den Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen zusätzliche „Arbeit“ zu verschaffen. Ich will ihnen zuarbeiten – nicht sie behindern!

Bei meinen Recherchen im Bekanntenkreis, im Internet und den Sozialen Medien erfuhr ich von den Portalen, die Einsätze organisieren und die freiwilligen Helfer miteinander in Kontakt bringen. Helfer-Shuttle.de sorgte dafür, dass abseits der betroffenen Gebiete riesige Flächen an Parkmöglichkeiten für die anreisenden Helfer organisiert wurden und der Shuttle-Service kleine Trupps in Minibussen zu den Einsatzorten fährt und auch dort wieder zu abgesprochenen Zeiten abholt. Alle Helfer tragen sich im Shuttle-Bus in Listen ein mit Namen und Telefonnummer und erhalten die Namen und Telefonnummern der Shuttle-Fahrer, um in Kontakt bleiben zu können. Für mich ist das eine wichtige Sicherheitsvorkehrung, denn so weiß ich, dass ich nicht so leicht „verloren oder vergessen“ werden kann.

Dass weitere Einsätze behördlich untersagt wurden, sorgte für viel Unmut und teilweise Unverständnis für die getroffenen Maßnahmen.

Ich frage mich, ob es ein reines Kommunikationsproblem ist, das den Eindruck eines Systemversagens hervorruft. Unweigerlich denke ich an die alte Volksweisheit „Viele Köche verderben den Brei“. Denn es sind viele Bestandteile notwendig, um im optimalen Fall eine funktionierende Einheit zu bilden: angefangen beim Deutschen Wetterdienst, über Warnsysteme mehrerer Ebenen (Bund-Land-Landkreis-Bürger) bis hin zu den organisierten Zivil- und Katastrophenschutzorganisationen (z.B. Bundeswehr, Feuerwehr, THW, Rotes Kreuz, Psychologische Betreuung) und eben den „Freiwilligen Helfern“, die sich auf jeden Fall nur in koordinierten und organisierten Einsatz begeben sollten.

Mein Fazit:

Ich wünsche mir, dass die Behörden/Politiker/Krisenmanager den Wert der freiwilligen Helfer hoch genug einschätzen, um einen Teil ihrer Ressourcen dafür aufzubringen, diese Helfer in eine strukturierte Hilfsaktion einzubinden und durch optimierte Kommunikation über alle Ebenen diese Koordination zu ermöglichen. Was nützt es einem Freiwilligen, der helfen möchte und nicht von offizieller Seite her erfährt, wo er sich ohne Gefährdung anderer und sich selbst sinnvoll einbringen und an Einsatzorte organisiert werden kann, wo seine Hilfe und Fähigkeiten benötigt werden?

Ebenso sehe ich Aufklärung als wichtig an, denn nicht nur die freiwilligen Helfer, sondern alle in der Bevölkerung sollten wissen und verstehen können, wer welche Aufgaben übernehmen darf und kann.

Die Bundeswehr hat nun einmal andere Aufgaben, als einzelne Keller auszuräumen, und Rettungskräfte wie das Rote Kreuz sind nicht da, um den Verkehr zu regeln, sondern sie sollen sich darauf verlassen können, dass die Polizei dafür sorgt, dass sie ungehindert Fahrt aufnehmen können.

Wir freiwilligen Helfer wollen uns wiederum darauf verlassen können, dass wir – auch wenn wir weite Anreisewege und eventuell Unterkunfts- und Versorgungskosten auf uns nehmen – dann auch die Wertschätzung erfahren, die uns zusteht: uns helfen lassen!

Ich werde weiterhin helfen mit Vernunft und Verstand, am liebsten vor Ort. Anpacken ist eine Stärke von mir, ebenso Ruhe bewahren, wenn es darauf ankommt. Den Sicherheitsfaktor verliere ich zwar nicht aus den Augen (ich bemühe mich zumindest 😉) – scheue jedoch nicht, überschaubare Risiken einzugehen, um meinen Beitrag leisten zu können.

Von den Politikern wünsche ich mir, dass sie Verantwortung übernehmen, indem sie nicht ausschließlich den Klimawandel zum Sündenbock und Klimapolitik als Lösung erklären (Hochwasser gab es bewiesenermaßen schon immer und Wetteraufzeichnungen seit 1881 belegen dies zweifelsfrei).  Ich wünsche mir, dass sie ebenso Lösungen anbieten, die kurzfristig helfen können (Stichwort hydraulische Brücken und Rückhaltebecken, wie sie sich z.B. in der Schweiz bereits bewährt haben).

Neben all diesen konkreten Maßnahmen wünsche ich mir ebenso, dass auch die soziale Sicherheit bedingungslos gewährleistet wird (Stichwort: bedingungsloses Grundeinkommen für alle).

Ein Hinweis an alle Leser:

Über Kommentare und Gedanken von Euch freue ich mich und komme hierüber auch gerne mit Euch ins Gespräch.
Auseinandersetzungen mit Meckerern (statt konstruktiv zu kritisieren), Schlaumeiern, Pseudomoralisten und Trollen überlasse ich gerne anderen – sie müssen sich darauf einstellen, dass ich mich nicht auf unreflektierte Diskussionen einlasse und in solchen Momenten dann auch gerne den Ignorier-Modus einschalte.

Update am 25.07.2021:

Die Einsätze sind wieder erlaubt, auch der Shuttle fährt wieder.

fairment

Fermentieren alles, was bei eins, zwei, drei oder später vom Baum gefallen ist

Es könnte aber auch aus der Erde geschossen sein. 🙂 Ausführlich erfährt man hier alles: https://www.fairment.de/ueber-uns/.