Das Wichtigste im Überblick

Monschauer Bauernmolkerei

„Milch wie früher“ -Besuch bei der Monschauer Bauernmolkerei

Bauernmolkerei klingt nicht nur gut – Bauernmolkerei is(s)t gut! Das ist mein Fazit, das ich von meinem Besuch bei Josef in seiner „Monschauer Bauernmolkerei“ mitgenommen habe.

Moment mal, denkt Ihr jetzt sicherlich. Monschau? Das bekannte „mittelalterliche“ Monschau nahe der belgischen Grenze? Ist das noch regional? Bevor Ihr Tante Google fragt, teile ich Euch gerne und aus Überzeugung die Entfernung mit: Ja, es sind 128 Kilometer und sie erhöhen die durchschnittliche Entfernung der Erzeuger zur Schwärmerei Linz – jedoch versichere ich Euch, dass jeder Kilometer diese Entscheidung wert ist.

Dass Monschau mit seinem historischen mittelalterlichen Stadtkern eine Reise wert ist, können die meisten von Euch sicherlich bestätigen – und wer den Ort noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt auf seine persönliche Must-See-Liste setzen.

Schon auf dem Parkplatz fällt mir der große Milchtankwagen auf, dessen Schläuche mit dem Mauerwerk verbunden zu sein scheinen.

Nach einer freundlichen Begrüßung vor der Molkerei, werde ich zunächst mit einer Einweghaube und Einweg-Überschuhen ausgestattet, bevor ich eintreten darf. Die Hygienestandards sind nachvollziehbar hoch bei der Verarbeitung dieses sensiblen Rohstoffes.

Direkt im Eingangsbereich steht eine sehr große Industrie-Spülmaschine, in der Transportboxen, Gläser und Flaschen gereinigt werden. In diese kommen später die fertigen Produkte.

Vorbei an freundlichen Mitarbeitern – erfreut nehme ich das angenehme Arbeitsklima wahr –, bleiben wir schließlich vor einer recht großen Anlage stehen, die einerseits mit großen Schläuchen im Mauerwerk endet und andererseits mit drei Edelstahltanks hier im Innenbereich verbunden ist.

Josef, einer der beiden Inhaber der Molkerei, erklärt mir diese Pasteurisationsanlage, die die gute Biomilch der Monschauer Kühe in Nullkommanichts aufheizt und somit alle ggfs. vorhandenen Keime abtötet. Dank integrierter Wärmerückgewinnung vermindert sich der Energiebedarf zur Aufheizung auf die benötigte Temperatur.  Danach wird die keimfreie Milch abgekühlt, jedoch nicht homogenisiert, was Ihr daran erkennen könnt, dass sich eine natürliche Rahmschicht auf der Oberfläche absetzt, und in einen der drei Edelstahltanks geleitet. Dabei erfahre ich auch, dass in industriellen Großmolkereien die Milch zunächst in ihre Einzelteile zerlegt und anschließend in einem aufwändigen Verfahren wieder nach „Qualitätsstandards“ zusammengesetzt wird. Das garantiert den gleichbleibenden Geschmack der Industriemilch, der nicht mehr mit dem Geschmack frischer Vollmilch vergleichbar ist. Die entzogenen, wertvollen Inhaltsstoffe werden dann an die Nahrungsergänzungsmittelindustrie verkauft, die diese Vitalstoffe dann teuer an Euch verkaufen wollen, damit Ihr alle Nährstoffe erhaltet, die Euch dadurch fehlen.

Paradox, nicht wahr?

Die frische Vollmilch von echten Monschauer Bio-Kühen ist und bleibt naturbelassen und wird ohne weitere chemischen oder physikalischen Bearbeitungsprozesse von Hand abgefüllt, in Glasflaschen (Stichwort Nachhaltigkeit!), die dann binnen maximal 48 Stunden bei Euch Verbrauchern landen.

Ein Teil dieser Milch jedoch wird hier vor Ort gleich weiterverarbeitet zu Joghurt, Quark, Butter und Käse, die durch weitere Zutaten wie Kräuter und Gewürze, aber auch Fruchtzubereitungen, allesamt selbstverständlich ebenfalls aus biologischer Herstellung, veredelt werden und für ein vielseitiges und umfangreiches Angebot sorgen. Die Monschauer Bauernmolkerei hat rund 50 Produkte im Sortiment.

Und als Highlight könnt Ihr, wenn Ihr wollt, statt abgefüllter Milch die Frischmilch zum Selbstzapfen bestellen.

„Milch wie früher“, das ist das Motto von Josef, und er hat mich überzeugen können.

Du möchtest in den Genuss der Produkte der Bauernmolkerei kommen? Dann melde Dich einfach kostenlos und unverbindlich in der Marktschwärmerei Linz an. Den Link findest Du hier:

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