Das Wichtigste im Überblick

Weingut Sturm

Das Weingut Sturm befindet sich in Leutesdorf. Genaugenommen bei Rheinkilometer 614. Die Zufahrt ist etwas eng und verwinkelt, aber dann parke ich zwischen dem Haus und einigen der durchaus steilen Wingerte. Als ich ankomme, hat Martin Sturm Besuch von potenziellen Kunden, einem Gastronomenpaar aus Belgien. Außerdem ist gerade Weinlese. Von Hand und sorgfältig werden die Trauben aussortiert. Wettermäßig war das Jahr 2021 nicht so toll, wie ich erfahre. Obwohl ich das durch meine eigenen Beobachtungen in Linz bereits geahnt habe.

Nach einem kleinen Spaziergang an den Weinbergen vorbei Richtung Neuwied hat Martin Sturm Zeit für mich. Er erklärt kurz die Weinlese, dabei kann ich mich auch mit den Helfern unterhalten, die offensichtlich Spaß haben, obwohl die Arbeit durchaus stressig sein kann. Es sind einige Weintrauben, die aussortiert werden wollen.

Danach bekomme ich eine Führung durch den Keller, wo am Ende der Wein entsteht. Das ist ein längerer Prozess, aber nach den Erklärungen von Martin kann ich ihn mir zumindest gut vorstellen. Dabei erzählt er, dass das Weingut 2010 gegründet wurde, weil er sich eigentlich schon immer für die Winzerei interessiert hat. Ursprünglich studierte er Volkswirtschaftslehre und Germanistik und arbeitete zunächst als Journalist und Wirtschaftsredakteur. Nebenher ließ er sich zum Winzer ausbilden und startete dann 2010 aus hauptberuflicher Winzer durch.

Das Weingut arbeitet kontrolliert ökologisch. Das klingt erst einmal gut. Und auch danach, denn es heißt: keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel, keine mineralische Stickstoffdünger und keine chemische Unkrautbekämpfung. Dafür mehr Arbeit, doch weil Martin Sturm aus Überzeugung ökologisch arbeitet, macht er das gerne. Das Gut ist denn auch Mitglied im Biowein-Verband ECOVIN.

Die Weine sind vegan. Von Anfang an, ab dem Jahrgang 2020 auch zertifiziert.

Ich durfte am Ende auch einen der Weine probieren und war beeindruckt. Qualität und Natur schmeckt man einfach.

Für mich stand fest, dass ich das Weingut Sturm in meiner Marktschwärmerei haben möchte und das hat auch geklappt, denn inzwischen sind seine Weine dabei. Sie sind nicht die billigsten, dafür aber nach meiner Überzeugung ihren Preis wert.

Ach ja, wer jetzt Lust bekommen hat, auch mal Winzer zu werden – das geht. Zumindest mal für ein Jahr. „Winzer für ein Jahr“ nennt sich das Projekt von Martin Sturm. In seinem Lehr-Weinberg bringt er den Hobby-Winzern bei, was alles dazu gehört, Wein zu erzeugen. Der Lohn der Mühe am Ende: selbst erzeugter Wein.

Prost!

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