Das Wichtigste im Überblick

Westerwälder Damwildzucht Matthias Eul

Heute nehme ich Euch mit auf eine Reise in den Westerwald. Genauer gesagt auf einen Höhenrücken über dem Wiedtal, von dem man einen wunderbaren Blick auf die umliegenden Erhebungen, Wälder und Täler hat. 

Es ist ein sonniger Tag, die Vögel zwitschern und die sanften, aber schwungvollen Töne der Playlist lassen Urlaubsfeeling aufkommen.  Ich liebe diese kleinen Auszeiten und so wird es Euch nicht wundern, dass meine Laune genauso an Höhe gewinnt wie ich auf dem Weg zu meinem Ziel: die „Westerwälder Damwildzucht Matthias Eul“ in Neustadt/Wied.

Neustadt ist, wie der Name schon andeutet, eine Stadt, wenn auch weder groß noch besonders neu, da die erste urkundliche Erwähnung auf 1185 datiert ist. Dennoch wundert es nicht, dass die Straßen von Häusern und Geschäften gesäumt sind. Ich halte Ausschau nach Damwild, aber außer ein paar wild tobenden Kindern auf einem Spielplatz keine Spur von Wildromantik, die die Fotos im Internet versprachen.

Ich biege in die Straße der Zieladresse ein, zu der mich das Navi geführt hat. Kurz frage ich mich, ob ich eine falsche Adresse eingegeben habe, als mir nach einer Kurve fast der Atem stockt: Eine berauschend schöne Aussicht auf Natur pur. Äsendes Damwild im strahlenden Sonnenschein – ein Hirsch erhebt sein Haupt und blickt mir erwartungsvoll entgegen. Scheu kann ich in seinen Augen ebenso wenig erkennen wie den Zaun, der das Wildgatter umgibt und den ich erst bewusst gewahr werde, als ich davor stehe und fasziniert das Rudel beobachte. Allerdings beruht das nicht auf Gegenseitigkeit, sie sind offensichtlich Besucher gewohnt, denn sie kümmern sich nicht um mich.  Man sieht ihnen sofort an, dass sie sich wohl fühlen, und das macht mich glücklich. Ich wünschte, dass es alle Tiere so gut hätten.

Mein Blick schweift weiter und so nehme ich dann auch hinter mir das Haus von Matthias Eul wahr, mit dem ich mich verabredet hatte.

Während wir auf seiner Terrasse mit Blick auf die Gatter Kaffee trinken, erzählt von seiner Arbeit, die ihn seit über 20 Jahren stets weiter inspiriert. Dabei erfahre ich auch viel über die Tiere.

Damwild ist sehr anpassungsfähig und bevorzugt frei lebend lichte Waldgegenden. Sie lassen sich jedoch gut in Gattern halten. Als Wiederkäuer besteht ihre Nahrung aus Blättern, Gräsern und Kräutern, ebenso aus Früchten, Eicheln, Bucheckern usw. Im Winter werden Heu, Getreide, Äpfel und Kastanien aus heimischer Erzeugung zugefüttert.

Dann führt er mich durch seinen kleinen, aber feinen Betrieb. Die Tiere werden hier vor Ort geschlachtet, verarbeitet und bis zum Verkauf gelagert. Dabei weist er auf die kurzfaserige Struktur des Fleisches und seine milde Würze hin. Damwildfleisch ist fettarm, zart und saftig und somit eine gute Wahl für eine kalorienarme und dennoch genussvolle Ernährung.

Sein Angebot reicht von klassischen Steaks, Keule und Rücken über Schinken und Salami bis hin zu Bratwürsten, Hackfleisch, Knacker sowie küchenfertigen Zubereitungen wie Hackbraten, Burger, Fleischkäse, Gulasch, Wildfond, Würstchen usw.

Selbst Hundewurst – selbstverständlich aus 100% Wild –  findet Ihr in seinem Sortiment und neuerdings auch ein Wild-Kochbuch. Matthias Eul ist davon überzeugt, dass ein gutes und reichhaltiges Angebot es den Menschen erleichtert, sich nachhaltiger und bewusster zu ernähren.

Und selbstverständlich gibt er Euch vor Ort Tipps zur Zubereitung und inspirierende Rezepte.

Ihr seid neugierig geworden? Dann zögert nicht, Euch kostenlos und unverbindlich zu registrieren – Ihr seid herzlich eingeladen 😊

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